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Sie befinden sich hier: Startseite | Barmen - Daten und Fakten | 7. Unser Dorf hat Zukunft
Im folgenden sind nur die Veränderungen seit der letzten Bewerbung im Jahre 2005 aufgeführt. Grundlage der Bewerbung bleibt damit die damals erstellte Broschüre ( Punkte 1 bis 6 ), die die wichtigen Basisinformationen enthält und die Vielzahl der Aktivitäten und Besonderheiten Barmens aufführt.
Welche Initiativen und Ideen sind umgesetzt worden
und welche neuen Ideen gibt es?
1. Ein Dorf im Wandel:
2. Wirtschaft und Infrastruktur
Arztpraxis in Barmen
Es ist den Bürgern gelungen über das DORV-Zentrum einen praktischen Arzt in Barmen im Rahmen der Zweitarztpraxis anzuwerben. Dr. Waldemar Bergmann (Linnich) ist täglich zwei Stunden in der Praxis am DORV-Zentrum vor Ort. Eigentumserwerb, Praxisräume, Umbau und Einrichtung der Praxis erfolgten in Eigeninitiative und eigenen finanziellen Mitteln des DORV-Zentrums und damit der Barmener Bürger.
NRW-Dorfaktionstag 2006
Im September 2006 führten die Bürger Barmens den Dorfaktionstag mit einem überwältigenden Erfolg durch. Ganz Barmen war auf den Beinen und im Einsatz. Der gesamte Ort wurde zur Bühne, zur Ausstellungs-meile mit vielen Veranstaltungen. Tausende Besucher überzeugten sich von der Leistungsfähigkeit und Lebendigkeit des Dorfes.
Initiative zur Schaffung von behindertengerechten Arbeitsplätzen
In einem gemeinsamen Projekt mit den Rurtalwerkstätten und dem DORV-Zentrum sollen im Ort behindertengerechte Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Rahmen eines INTERREG-Projektes ist hier auch eine Ausdehnung auf andere Regionen Europas geplant.
Das DORV-Zentrum als Pilotprojekt in Deutschland und Europa
Das Barmener DORV-Zentrum wurde weiter ausgebaut. Insbesondere die Einrichtung einer Zweitarztpraxis sichert den Anspruch der Rundumversorgung in Barmen. Mit den „Drei Säulen“ Lebensmittel, Dienstleistungen und Medizinisch-Sozialen Diensten bietet das Konzept eine echte Alternative zum Leben im Alter. Und zugleich dient es allen Bürgerinnen und Bürgern. Auch deshalb wurde „DORV“ als Modellprojekt für Deutschland und Europa positioniert. Beleg für diese besondere Stellung sind gleich mehrere Auszeichnungen:
Sciene college Haus Overbach - Spatenstich erfolgt
Unter Anwesenheit des Landesbauministers Oliver Wittke erfolgte am 23. April 2008 der lang ersehnte Spatenstich für das „Science College“. Das am Ort bestehende Gymnasium ist damit langfristig gesichert, ja es hat sich weiter in seiner Spitzenposition etabliert. Damit ist aber auch die fast hundertjährige Tätigkeit des Ordens der Oblaten des Hl. Franz v. Sales in Barmen weiter gesichert. Und nicht nur die regelmäßig angebotenen Gottesdienste sichern die Lebensqualität Barmens. Das gesamte Umfeld wird durch die enge Zusammenarbeit geprägt. Auch die Sicherung der Arbeitsplätze im Umfeld des Klosters, der Schule, des Internates und des zukünftigen „Science College“ sind von großer Bedeutung für Barmen.
DSL – Versorgung geschaffen
Durch eine Eigeninitiative Barmener Bürger konnte für den Ort die Anbindung an das DSL-Netz erreicht werden. War auch die Telecom dazu nicht bereit oder in der Lage, so fanden die Barmener über einen Privatanbieter (dn-connect) die Lösung. Eine unverzichtbare Voraussetzung für die Etablierung moderner Betriebsstrukturen im ländlichen Raum und damit eine wichtige Grundlage für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Ort.
3. Soziales und Kulturelles
Ausbau des Kindergartens als Familienzentrum
Der Fortbestand des Kindergartens ist weiter gesichert worden. Die Pfarrgemeinde baute die Einrichtung in Kooperation mit dem benachbarten Kindergarten in Koslar als Familienzentrum aus. Seitdem konnten flexiblere Betreuungszeiten angeboten werden. Zudem findet eine Reihe von Veranstaltungen statt. (s. Flyer)
Umwandlung der Spielgruppe „Flohzirkus“ zur U3-Betreuung
Die Kinderbetreuung unter drei Jahren ist in völliger Eigenregie der Barmener aufgebaut worden. Nach dem Rückzug des Kreises aus der Finanzierung des AWO-Flohzirkus haben die Eltern und Betreiber ein Konzept entwickelt, welches die Einrichtung erhalten hat. (s. Flyer)
100jähriges Jubiläum des Fußballvereins Salingia Barmen
Ganz Barmen macht mobil. Die Verbundenheit mit den Vereinen zeigt sich immer wieder bei den Jubiläen der Ortsvereine. Mit einem großen Festprogramm und einer ausgedehnten Sportwoche feinern die Barmener ihren Fußballverein. (s. Veranstaltungskalender/hinweise und Festschrift)
Seniorenhandwerkerdienst und Seniorenpflegedienst
Das bestehende Freiwilligenzentrum im DORV-Zentrum wurde mit der Einrichtung eines Seniorenhandwerkerdienstes und eines Seniorenpflegedienstes sinnvoll erweitert. Hier helfen sich die Barmener selbst. Rüstige, noch mobile und arbeitsfähige Senioren/innen erledigen kleinere Handwerksleistungen und versorgen vor allem ältere Mitbürger/innen, wenn sie in Not sind. Dies alles wird organisiert und vermittelt im DORV-Zentrum.
Der Umbau des Pfarrhauses zum Kommunikationszentrum
Der Umbau des alten Wohnhauses des Ortspfarrers ist inzwischen abgeschlossen. Eine gelungene Umgestaltung zum Wohle der gesamten Gemeinde bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, auch für viele nicht kirchliche Veranstaltungen. Freilich finden Pfarrbüro, Kirchenchor, Kinderkirchenchor „Rurkehlchen“, Pfarrbücherei, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat hier eine gemeinsame Bleibe unter einem Dach. Ein größerer Veranstaltungsraum steht zur Verfügung.
Zudem wurden zwei bisher als Pfarrheim und Bücherei genutzte Häuser für Wohnzwecke freigegeben.
Behindertenaufgang und Behindertentoilette an der Schützenhalle
Die Geldmittel sind für 2008 eingeplant. In Eigenleistung und gar mit eigenem Geld, welches der Kultur- und Verkehrsvereins bereitstellt, werden die Barmener ihre „alte“ Schützenhalle behindertengerecht, barrierefrei umbauen. Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der Schützenbruderschaft, des Kultur- und Verkehrsvereins und der Stadt Jülich
Tennisverein baut sein Sportheim aus
Freilich in Eigeninitiative baut der Tennisverein sein bestehendes Sportheim aus. Hier soll u.a. Platz geschaffen werden für die Bedürfnisse der vielen Kinder- und Jugendlichen, die hier über kontinuierliche Aufbausarbeit (z.B. Schnuppertage, Jugendtage) ihrem Sport nachgehen.
4. Bauliche Struktur
Die Umgestaltung des Eschenplatzes ist abgeschlossen
Der Platz vor dem DORV-Zentrum konnte mit Mitteln des Amtes für Agrarordnung und der Stadt Jülich - freilich in Eigenleistung – aufgewertet werden. Der reine Parkplatz konnte u.a. mit Neuanpflanzungen, weiteren Begrünungen und einer neuen Pflasterung dorfgerechter umgestaltet werden, ohne seine Funktion zu verlieren.
Weitere Baumaßnahmen/Sanierungen im Bereich der Kirche
Weitere Sanierungen im Bereich der Kirche sind vorgesehen, bzw. in der Umsetzung, so die Friedhofsmauer entlang des Pastoratsgartens.
Aber auch die Orgel in der Kirche soll general überholt werden.
Sciene college Haus Overbach - Spatenstich erfolgt -
Auch baulich schlägt dieses neue Wissenschaftszentrum in Barmen ein neues Kapitel auf. Die alte Hofstelle des Ordens wird damit entschieden aufgewertet, aber auch langfristig erhalten.
Zukunft des Schlosses Kellenberg
In Zusammenarbeit mit der GWS, dem Landrat des Kreises und weiteren Beteiligten laufen Initiativen, die Zukunft des Schlosses Kellenberg zu sichern und möglicherweise eine neue Nutzung hineinzubringen. Hier sind auch die Barmener selbst aktiv und bereit, die Sicherung des Schlosses für die Zukunft zu erhalten. Denn wie Overbach gehört auch Kellenberg untrennbar zum Dorf. Sichtbar wird dies z.B. immer wieder am jährlichen Maifest, wo das Schloss die zentrale Ausgangslage bietet. So wird hier jährlich der Maibaum abgeholt.
Weitere Initiativen sind geplant - Innenentwicklung
In Zusammenhang mit einer im Stadtrat beschlossenen Untersuchung der Infra- und Nahversorgung der Dörfer sollten Grunderkenntnisse gewonnen werden, die insbesondere die Innenentwicklung des Dorfes zum Ziel haben. Dies ist für Barmen umso wichtiger, da eine weitere Ausdehnung mit neuen Baugebieten nur noch begrenzt möglich ist. Hier hat ein Umdenken stattgefunden. So ist die Freisetzung zweier Häuser der Pfarrgemeinde hier ein gutes Beispiel. In den ehemaligen Pfarrheimen konnten inzwischen Wohnungen geschaffen w erden.
5. Ökologie und Grüngestaltung
Straßenraumgestaltung
In kleinen Schritten zwar, aber mit Bedacht sind die Barmener dabei ihre Straßen, Wege und Plätze dorfgerechter umzugestalten. Neben dem Eschenplatz, konnten am Wegekreuz an der Lankenstraße zwei Apfelbäume gepflanzt werden. Ein Unternehmer des Ortes bepflanzt und pflegt nun ein Pflanzbeet an der Ecke Kirchstraße/Seestraße. Bisher war hier ein eher ungepflegte „Schmuddelecke“
Bepflanzung der alten Kieswerkzufahrt
In Eigenleistung – in Kooperation mit der Biologischen Station - pflanzen die Barmener unter der Regie des Angelsportvereins zwanzig Birnbäume an der alten Zufahrt zum Kieswerk. Dies rundet die dort vorgenommene Ausgleichspflanzung der Stadt Jülich sehr sinnvoll ab und verbessert insgesamt das Landschaftsbild.
Natur - Beobachtungsstation am See errichtet
Am 12.04.2008 wurde die überdachte Aussichts- und Beobachtungskanzel am Barmener See eingeweiht. Fertig gestellt war sie bereits im Winter des letzten Jahres und bietet seit dem allen Besuchern des Naturschutzgebietes rund um den See die Möglichkeit die Vogelwelt am See zu beobachten. Zudem informieren große Infotafeln über Vogel- und Fischwelt. In einer gemeinsamen Aktion von Naturschutzbund (NABU), Angelsportverein, Kultur- und Verkehrsverein, DORV-Zentrum, Landwirten und Bürgern konnte mit dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ein lang gehegtes Projekt endlich umgesetzt werden.
Fischweiher entschlammt und wieder nutzbar gemacht.
Der alte Fischteich, im Ort als „Fischweiher“ benannt wurde in Kooperation unter Beobachtung und Hilfestellung der zuständigen Landschafts- und Wasserbehörden komplett gesäubert, entschlammt und damit wieder für die Fischerei und den Angelsport nutzbar gemacht.
Hundestrand ist eingerichtet
Die Bürgerinitiative „Baden im Barmener See“ und der „Runde Tisch Barmener See“ konnten unter Mithilfe zahlreicher Bürger einen eigenen Hundestrand am See anlegen. Damit wird die Trennung von Badegästen und badenden Hunden erreicht. Dies ist ein Ergebnis der Bemühungen des Runden Tisches, der die vielfältigen Nutzungswünsche unterschiedlichster Art koordiniert und aufeinander abstimmt.
6. Dorf in der Landschaft
Info-Tafeln auf der Barmener Heide
Auf die alte steinzeitliche Siedlungstradition des Barmener Umfeldes weisen neu errichtete Hinweistafeln auf der Barmener Heide hin. Zahlreiche Fundstücke sind in vielen Sammlungen erhalten, u.a. im Jülicher Stadtmuseum zu besichtigen.
Bepflanzung der alten Kieswerkzufahrt
Mit der Pflanzaktion sollen wieder alte Strukturen im Bereich des Driesches hergestellt werden, wie er einst vor der Auskiesung war.
Schäden durch Kyrill beseitigt
Nach dem Sturm Kyrill wurden im Barmener Driesch die Schäden schnell, aber mühsam, beseitigt. Gleichzeitig konnten wieder Neuanpflanzungen vorgenommen werden, die das angegriffene Landschaftsbild wieder ergänzen sollen.
Ausgleichsflächen am Sandschar
Infolge der Errichtung von Windkraftanlagen im Ortteil Merzenhausen konnten die Bemühungen die erforderlichen Ausgleichspflanzungen am so genannten „Sandschar“ in Barmen zu errichten, umgesetzt werden. Damit wird eine als Bodendenkmal festgesetzte Fläche aus dem Ackerbau herausgenommen und die dort festgestellten steinzeitlichen Siedlungsplätze besser geschützt werden.
Gleichzeitig wird die bestehende Erdverwerfung entlang des Merzbaches verstärkt begrünt und ins ursprüngliche Landschaftsbild eingefügt.
Bei den Schwächen gibt es Ansätze zur Verbesserung des Ortsbildes